Waldflächen in Wardenburg

Allgemeine Hinweise

Gesamtgröße auf dem Gemeindegebiet ca. 600 ha

Der größte Teil der Waldflächen in dem Gemeindegebiet Wardenburg werden von den Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaftet. Die Forstorte Oberlether Fuhrenkamp, Tüdick, Litteler Fuhrenkamp und ein kleiner Teil des Hegeler Waldes werden von der Försterei Sandkrug betreut. Zur Försterei Sandkrug mit einer Gesamtfläche von 2.450 Hektar gehören weiterhin die Forstorte Osenberge und das Barneführer Holz in der Gemeinde Hatten und der Hegeler Wald mit der Döhler Wehe in der Gemeinde Großenkneten.

Die Osenberge in Hatten dienen auf großer Fläche dem Trinkwasserschutz. Aus 19 Brunnen wird das Wasser – oft auch „Hatter Sprudel“ genannt- ausschließlich für die Stadt Oldenburg zum Wasserwerk Sandkrug gefördert.

Der gesamte Wald der Försterei Sandkrug ist durch eine Landschaftsschutzgebietsverordnung geschützt. Weiter gehören drei Naturschutzgebiete zur Försterei. Das Naturschutzgebiet „Barneführer Holz und Schreensmoor“ ist ein beliebtes Ausflugsziel an der Hunte in unmittelbarer Nähe zum Gemeindegiet Wardenburg. Ferner sind dann noch das NSG „Tannersand/Gierenberg“ in den Osenbergen und der „Döhler Wehe“ in der Gemeinde Großenkneten. Auf dem Gebiet der Gemeinde Wardenburg ist nur der „Hoop“ als flächiges Naturdenkmal per Verordnung der Unteren Naturschutzbehörde geschützt. Er gilt als Rest des ehemaligen „Harberwaldes“.

Die Waldflächen der Landesförsten werden nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz LÖWE – bewirtschaftet. So sollen die noch häufig vorkommenden Nadelwälder nach und nach zu naturnahen Mischwäldern umgestaltet werden.

Kleiner Waldknigge der Niedersächsischen Landesforsten

Seien Sie müllfrei im Wald unterwegs und entsorgen sie den Abfall zuhause.
• Checken Sie sich und Ihre Kinder abends auf Zecken.
• Nehmen Sie Rücksicht auf andere Waldbesucher.
• Radfahrer bleiben auf den Wegen und geben Fußgängern Vorrang
• Kein Mountainbiken abseits der Wege
• Reiter sind nur auf festen Fahrwegen unterwegs
• Kein Feuer oder Rauchen vom 1.3. bis 31.10. jeden Jahres.
• In Naturschutzgebieten herrscht ganzjährig Wegegebot und Leinenpflicht
• In allen anderen Wäldern bleiben Hunde vom 1.4. bis 15.7. j. J. an der Leine
• Stören Sie den Jäger nicht auf dem Hochsitz. Hochsitze sind nicht für die allgemeine Benutzung gedacht.
• Haben Sie Verständnis für Waldarbeiten, betreten Sie keinen Holzeinschlag im Wald – Lebensgefahr
• (Blüten)Pflanzen bleiben am besten im Wald,
• Nie auf Holzstapel klettern, sich bewegende Hölzer können gefährlich werden.
• Wenn Sie sich über Dinge im Wald ärgern – geben Sie dem Förster oder Waldbesitzer die Chance den Sinn seines Tuns zu erläutern.
• Achten Sie auf Gefahrenstellen – ein Wald ist kein betreuter Park. Das gilt besonders nach Stürmen.

Habitatbaum

Oft findet man im Wald einen Habitatbaum. Was bedeutet diese Kennzeichnung?

Ein Habitatbaum im Wald: ist als Biotopbaum gekennzeichneter, geschützter Bäume, der besondere Lebensräume für Lebewesen anbieten z.B Horstbäume für baumbrütende Vogelarten oder Bäume mit Spechthöhlen für verschiedene Höhlenbewohner (Spechte, Hohltaube, Dohle, Hornissen.

Oberlether Fuhrenkamp

Größe ca. 46,4 ha, Landschaftsschutzgebiet: LSG OL 049

Der Oberlether Fuhrenkamp ist Bestandteil der Geestlandschaft und der drittgrößte Wald in Wardenburg in der Ortschaft Achternholt. Auf dem Geschiebelehm stocken zu zwei Dritteln Laubholzbestände aus Eichen mit einem unterschiedlichen Anteil an Buchen. Die auf den staunassen Böden stockenden Nadelholzbestände sind stark Windwurf gefährdet und werden nach und nach durch Aufforstungen mit Bäumen der potentiellen natürlichen Waldvegetation ersetzt. Vor allem im Süden des Oberlether Fuhrenkamps gibt es einige erhaltenswerte Flächen des naturnahen Eichen-Buchen- und Drahtschmielen-Buchenwaldes sowie Eichen-Hainbuchenwälder mit bis zu 140-jährigen Buchen und fast 200-jährigen Eichen. Südlich und östlich überwiegen naturnahe Eichenmischwaldbestände.

Erreichbar: über die Grüne Straße und Waldstraße in Achternholt sowie Zum Fuhrenkamp, Glum in Westerholt, der Wanderparkplatz befindet sich am Ende der Grünen Straße

Kartenausschnitt: WegeOberletherFuhrenkuhrenk

Rastmöglichkeit:

  • Schutz- und Grillhütte, überdacht mit Parkplatz am Ende der Grünen Straße in Achternholt
  • Schafskoven, Kinderkarussel und Sitzbank an der Böseler Straße

Grillhütte Achternholt am Oberlether Fuhrenkamp (W:Borchers)

der Achternholter Dorfgemeinschaft e.V.

Wandertoure, Schild an der Grillhütte (W:Borchers)

Litteler Fuhrenkamp

Größe der Waldfläche: 242 ha, Landschaftsschutzgebiet: LSG OL 51

Kurz nach der Markenteilung am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Litteler Fuhrenkamp größtenteils mit der Pionierbaumart Kiefer aufgeforstet. Der Name ´Fuhrenkamp` bedeutet `Föhrenkämpe´ und bezeichnet eine Ansammlung von Kiefernbäumen. Mit der Aufforstung sollten die angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen vor dem Überwehen mit Sand geschützt werden. Schon vor der Entstehung des Waldes gab es den ersten schriftlichen Hinweis auf die Existenz einer Bauernschaft in Littel (14. Jahrhundert), die dem `Fuhrenkamp´ den Namen gab. Die Waldfläche gehört nicht zu Littel, sondern zum größten Teil zum Ort Charlottendorf-West. Nachdem dieser Ort erst später, nach der Aufforstung, im Jahre 1910 gegründet wurde, hatte sich die Bezeichnung `Litteler Fuhrenkamp´ bereits eingeprägt und wurde nicht mehr geändert.

Als Waldstandorte in Wardenburg spielen die Flugsanddünen am Rande des Lethe- und Huntetales eine große Rolle, die extrem trocken und nährstoffarm sind. Da es sich beim Litteler Fuhrenkamp um die Aufforstung von ehemaligen Heide- und Ödlandflächen handelt, spricht man im Allgemeinen von jungen Wäldern. Bedingt durch den Orkan von 1972, dem ein großer Teil des Fuhrenkamps zum Opfer fiel, sind die meisten Waldbestände durch die anschließende Wiederaufforstung noch recht jung. Der schwache Sandstandort ließ aber nur zum überwiegenden Teil eine Aufforstung mit Nadelgehölzen zu. Trotz allem wurde der Laubholzanteil auf 10% gebracht, der überwiegend von Eichen- und Roteichenbeständen eingenommen wird.

In den 60er und 70er Jahren wurden nördliche Teilflächen des `Fuhrenkamps´ für militärische Anlagen, einer Standortschießanlage und eines Munitionsdepots, in Anspruch genommen.

Tradition und Kult: Seit mehr als 30 Jahren lohnt es sich besonders, um die Weihnachtszeit herum mit offenen Augen durch den Litteler Fuhrenkamp zu streifen. Unbekannte schmücken dort in der Adventszeit an wechselnden Plätzen einen Nadelbaum mit bunten Weihnachtskugeln. Mancher Waldbesucher bringt eine Christbaumkugel mit und hängt sie dazu.

Kartenausschnitt: Wege Tüdick und LittelerFuhr

Rastmöglichkeiten in der Nähe des Litteler Fuhrenkamps

  • Grillhütte und Sitzplatz der Dorfjugend Littel, am Sportplatz in Littel renoviert 2019, Helmsweg 2
  • Schutzhütte mit Sitzplatz: Vehnberg-Eck, Vehnberg- Münsterscher Damm
  • Sitzplatz an der Garreler Straße, Ecke Lübbersdamm,
  • Sitzplatz Lübbersdamm, Ecke Gieskenmoorweg
  • Sitzplatz an der Friedenseiche im Ort Littel, Swartenpool 3
  • Sitzplatz beim Denkmal, Garreler Straße
  • Sitzplatz Möhlentangen, Ecke Garreler Straße

Schutzhütte mit Sitzplatz: Vehnberg-Eck, Vehnberg- Münsterscher Damm (S.Eilers)

Dorfgemeinschaft Charlottendorf-West

Fuß- und Radwege:

Innerhalb des Litteler Fuhrenkamps befinden sich gut befestigte Waldwege, die von Besuchern zu Fuß und mit dem Fahrrad gut zu befahren sind. Ein historischer Hinweis bietet der Torfweg, der in Ost-West-Richtung den `Fuhrenkamp´ quert und ehemals Litteler Bürgern als Weg zum Torfstechen ins Benthullener Moor führte.

Die im letzten Jahr von der Wildeshauser Geest veröffentlichte Wardenburger DorfErleben-Tour[2] führt als Rad-Rundtour durch Wardenburger Ortschaften insbesondere auch von Littel über die `Lange Linie´ durch den Litteler Fuhrenkamp nach Achternholt.

Die bäuerlich geprägte Umgebung kann man auf ausgewiesenen Rundwegen der Landwirtschaft `Kiek in`t Land` erfahren, die auch durch das Waldinnere des ´Litteler Fuhrenkamps´ führen.

Erreichbar ist der Wald über: Münsterscher Damm, Zum Schießstand, Lange Linie (Waldweg), Mastenweg und Wildweg (von Benthullen), Parkplätze findet man Am Schießstand, am Münsterschen Damm und am Ende des Mastenweges.

Achternholter Böökenboom

Naturdenkmale in der Nähe des Litteler Fuhrenkamps

Bei Naturdenkmalen handelt es sich um einzigartige, geschützte, zumeist sehr alte und ursprüngliche Einzelgebilde wie z.B. Altbäume, aber es können auch schmale und flächige Ausprägungen vorkommen wie Seen, Moorflächen, Hügel usw. Die Pflege und Betreuung der Wardenburger Naturdenkmäler wird von der Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg. wahrgenommen.

In der Nähe des Litteler Fuhrenkamps befinden sich folgende vier markante Altbäume, die aufgrund ihres Alters, ihrer Ausprägung und ihrer heimatkundlichen Bedeutung als Naturdenkmal ausgewiesen und geschützt sind: Ihre Einzigartigkeit und Schönheit lässt sich auf einer Tour in die Waldumgebung erkunden:

  • Naturdenkmal: ND 717: Rotbuche, `Achternholter Bökenboom´. An der Straße Zum Schießstand in Achternholt, schräg gegenüber der Standortschießanlage am Litteler Fuhrenkamp, steht eine großkronige, schön gewachsene Rotbuche, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Es handelt sich um eine Kurzschaftrotbuche mit grünen Blättern, Buchen mit roten Blättern sind Blutbuchen. Die Krone ist breitausladend, kegelförmig mit einem Kronendurchmesser von 21 m, Alter ca. 250 Jahre, Höhe 17 m, Stammumfang 5,20 m. Eine Sitzbank lädt zum Verweilen ein.
  • Naturdenkmal: ND 718: Am Münsterscher Damm, direkt am Litteler Fuhrenkamp, trifft man auf eine ca. 300 Jahre alte Linde, eine der beiden ältesten Linden der Gemeinde Wardenburg. Da sie innen im Stamm ausgefault und hohl[3] ist, werden neuaustreibende Äste regelmäßig fachkundig eingekürzt, um ein Ausbrechen des Stammes zu verhindern. Auch als Torso mit einem Stammumfang von 5,50 m ist dieses Naturdenkmal erhaltenswert wegen der Schönheit, des Alters und ihrer heimatkundlichen Bedeutung.
  • ND 720: Friedenseiche in, Littel: An der Straße Swartenpool (zwischen Haus Nr. 5 und 17) befindet sich in der Bauernschaft Littel ein im Jahre 1871 zum Ende des Deutsch-Französischen Krieges (Deutschen Reichsgründung), gepflanzter Eichenbaum. Seine Höhe beträgt ca. 18 m, Stammumfang 2,60 m, Kronendurchmesser 17 m. Wegen ihrer heimatkundlichen Bedeutung der Schönheit und des Alters ist sie schützenswert. Eine Sitzecke lädt dort zum Verweilen ein. Zur Wiedervereinigung Deutschlands fand im Herbst 1989 eine benachbarte Eichen-Neuanpflanzung durch den Heimatverein statt.
  • ND 732: Hinter dem Grundstück Möhlentangen Nr.10 befindet sich an einer Ackergrenze eine ca. 300 Jahre alte Buche von sehr gedrungenem Wuchs und mit mächtiger Krone, Stammumfang 3,30 m, Höhe 8 m, Kronendurchmesser 14 m.

Naturdenkmal: Alte Linde am Litteler Fuhrenkamp (S.Eilers)

Staatsforst Tüdick

Der Staatsforst Tüdick ist Landschaftsschutzgebiet (LSG WE OL 55) und hat eine Größe von ca. 203 ha.

Die Flächen des Tüdicks wurden ca. bis 1910 von den Oldenburgern Dargonern als Übungsplatz genutzt. Erst nach deren Abzug und Auflösung wurden die Heideflächen und Binnendünen des Tüdicks vom Staat mit Kiefern aufgeforstet. Nur die Kiefer war in der Lage auf den trockenen Sandflächen des unkultivierten Landes einen Wald zu begründen. Man kann davon ausgehen, dass es sich bei den älteren Kiefernbeständen noch heute komplett um die 1. Waldgeneration handelt. Auch hier hat der Orkan von 1972 viel Wald vernichtet. Aufgeforstet wurde hauptsächlich mit Douglasie und Lärche, nur wenige Kleinflächen mit Eiche. Um den Nadelwald mit Laubwald anzureichern sind 2004 bereits Lärchen- (im Süden) und Kiefernflächen (in der Mitte) mit Buchen unterpflanzt worden. Unter forstlichen Gesichtspunkten wurde kurz- und mittelfristig mit einem Umbau zum Laubmischwald eingeleitet.

Nach der Befestigung der Hauptwege hat man im Jahre 2006 und 2011 hauptsächlich die nach dem Orkan gepflanzten Bestände durchforstet. Das Laubholz blieb verschont. Teilflächen wurden mit Douglasie und Buche neu bepflanzt. Das Holz wurde exportiert oder regional zu Industrieholz verarbeitet.

Am Waldweg nahe der Alten Försterei wurde im Jahre 1996 eine Streuobstwiese von der BSH mit 135 Obstbäumen angelegt, die das Waldgebiet in seiner Biotopstruktur bereichert. Auf der ungedüngten Wiese hat sich eine Insektenvielfalt entwickelt, die nicht nur im Frühjahr zur Obstbaumblüte attraktiv ist.

Mittig durch den Tüdick verläuft in Süd-Nordrichtung ´die Stapelriede´, ein stark begradigter und trapezförmig ausgebauter Gewässerlauf.

Kennzeichnend für den Tüdick ist ein auffälliges Wegesystem, ein Rondell mit sternförmig abgehenden Wegen, dessen Zentrum für viele Waldbesucher ein Treffpunkt darstellt. Eine genaue Erklärung gibt es dafür nicht, es wird aber mit der Nutzung durch die Dragoner in Verbindung gebracht. Mit Ausnahme von Anliegerwege sind die Waldwege mit dem PKW nicht befahrbar. Sie sind z.T. eng bewachsen und eignen sich besonders gut zum Wandern, für Rundwandertouren und für Naturbeobachtung, auch zum Reiten werden sie genutzt.

Flurnamen mit Hinweis auf historische Nutzungsformen

Der Tüdick war vor der Aufforstung eine ehemals waldlose Heide- und Sanddünenlandschaft und mit der Schafhaltung eng verbunden. Die Flurnamen der Waldfläche deuten auf die ehemalige Nutzung hin: Schäperskamp, Die Schäferei, Brahmkamp, Astruper Sand, Litteler Sand, Hohensand.

In Wardenburg spielte die Viehwirtschaft lange Zeit (vor dem 18. Jahrhundert) nur eine untergeordnete Rolle, am häufigsten waren es wohl die Schafe, die sie in die Gemeinheit trieben, wo sie ihre Nahrung suchen konnten. Die Gemeinheit oder Allmende umfasste alle außerhalb der Siedlung liegenden Flächen an Wald, Weide, Heide, Moor und Gewässer, in denen Vieh geweidet, Torf gestochen, Bau- und Brennholz geerntet und Heideplaggen gestochen wurden. Am häufigsten waren es wohl die Schafe, die eben auch im Winter die Heide auf den vormals abgeplaggten, kargen Flächen fressen konnten. Wenn der Schnee im Winter zu hoch lag, wurden die Schafe in den extra angesäten Ginster getrieben. Dieser sog. „Brahm“ findet sich z. B. in alten Flurnamen wie Brahmkamp im Tüdick und Brahm Esch in Tungeln wieder, wo wohl einst der Ginster blühte.

Rastmöglichkeiten:

Im Norden: überdachter Sitzplatz, Ecke Am Fladder – Fladderdamm

Im Westen: Sitzplatz Ecke GaslandZum Tüdick, Littel

Im Süden: Schutzhütte, Erich’s Eck mit Informationstafel am Korrbäksweg, Charlottendorf-Ost

Im Osten: Sitzplatz mit Blick auf den Baggersee in Hohensand sowie weitere Rastmöglichkeiten innerhalb der Sackgasse Zum Baggersee nahe des Tüdicks.

Waldweg im Tüdick

Viele Rad- und Wanderwege (z. B. Nr. 6) führen von Wardenburg durch das Gewerbegebiet Rothenschlatt und über die Fladderstraße in den Staatsforst Tüdick hinein.

Für längere, walderlebnisreiche Rad- und Wandertouren kann man vom Tüdick aus, abseits verkehrsreicher Straßen, den Litteler Fuhrenkamp erreichen (Luftlinie etwa 3-3,5 km), der über die Ortschaft Littel beide großflächigen Waldflächen miteinander verbindet.

Die im letzten Jahr von der Wildeshauser Geest veröffentlichte Wardenburger DorfErleben-Tour führt als Rad-Rundtour nach dem Knoten-Punkt-System durch Wardenburger Ortschaften und trifft auf den Korrbäksweg von Westerburg nach Littel auf den Staatsforst Tüdick.

Der Wald Tüdick ist erreichbar: über Fladderstraße, Korrbäksweg, Gasland (Littel) und Zum Baggersee (Hohensand). Ausgewiesene Wanderparkplätze sind an der L 870 nicht vorhanden, Parkmöglichkeit: Ecke Zum Fladder – Grüner Weg, Sackgasse Zum Baggersee, Korrbäksweg, Ecke Gasland -Zum Tüdick.

Erich’s Schutzhütte am Korrbäksweg,

Dorfgemeinschaft Charlottendorf-Ost

Hegeler Wald, Döhler Wehe, Kahleberg, Scharpenberg

 

Der Hegeler Wald ist Teil des Landschaftsschutzgebietes: LSG 037:  Größe: insgesamt: 765 ha, davon ca. 25 ha auf dem Gemeindegebiet Wardenburg

Der Hegeler Wald ist ein ausgedehntes Waldgebiet von 765 ha Größe im Bereich des Ortsteils Huntlosen der Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg im nordwestlichen Niedersachsen. Er ist nach August Hegeler (* 6. November 1845; † 27. März 1881), einem Oldenburger Bankdirektor, benannt. Hegeler besaß ein 132 Hektar großes Heidegrundstück in Huntlosen, dass er nach einem Heidebrand 1878/1879 planmäßig aufforsten ließ. Sein Ziel war die Verschönerung der öden Landschaft. Heute erinnert das Hegeler-Wald-Denkmal, eine Steintafel, die auf einem Felsen angebracht wurde, an diese Leistung.

Am 21. Mai 1881 verkaufte seine Witwe das Gebiet für 39.500 Mark an das Großherzogtum Oldenburg. Bis 1907 wurde es durch staatlichen Ankauf weiterer Flächen erheblich vergrößert. Zusätzliche, umfangreiche Anpflanzungen verbanden dieses Waldgebiet mit dem uralten Bestand der `Döhler Wehe´, der sich südlich von Huntlosen befindet. Der Hegeler Wald ist Landschaftsschutzgebiet und wird bewirtschaftet von den Niedersächsischen Landesforsten des Forstamtes Ahlhorn.

Die `Döhler Wehe´ ist seit 13. Januar 2018 Naturschutzgebiet und international geschützt als FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat). Sie ist ca. 70 ha groß und stellt einen naturnahen Eichen- und Buchenmischwald auf sandigen Standort über Moor dar. Etwa 60 % des Waldes steht auf historisch alten Waldstandorten. Durch das Gebiet läuft die „Sieke“ als naturnaher Geestbach.  Die Waldfläche ist überwiegend von Baum-Wallhecken umgeben und enthält einen hohen Anteil an Höhlenbäumen, Alt- und Totholz. Naturschutzrechtliche Maßgaben zum besonderen Schutz der Waldgesellschaften sowie der sensiblen Tier- und Pflanzenarten sind zu beachten.

Der so genannte Jahrhundertsturm des Jahres 1972 vernichtete 425 Hektar der Bestände des Hegeler Waldes, so dass zwischen 1974 und 1982 fast 2,5 Millionen Bäume neu angepflanzt wurden. Ein Gedenkstein am Parkplatz westlich von Huntlosen erinnert an die fast 2,5 Millionen Bäume, die hier neu aufgeforstet werden mussten.

Nördlich des Grenzweges, der im Ortsteil Westerburg die Gemeinde Wardenburg und Huntlosen trennt, befinden sich nahe des Voßberges ca. 25 ha Waldflächen, die in das Wardenburger Gemeindegebiet hineinreichen und dem Landschaftsschutzgebiet des Hegeler Waldes angehören. Umgeben werden diese Waldflächen von angrenzenden Agrarflächen, auf denen vor 2010 insgesamt 12 Windenergieanlagen (Windpark im Witten) errichtet wurden.

Über die Hegeler-Wald- Straße und die Straße Zum Döhler Wehe ist das Waldgebiet auf öffentlichen Straßen zu erreichen. Die Waldflächen sind durchzogen von mehreren Forstwegen (siehe Abbildung 1), die auch an zwei verborgenen Waldtümpeln vorbeiführen. Neben der forstlichen Bewirtschaftung der Niedersächsischen Landesforsten dienen die Wege auch der ruhigen Naherholung und der Naturbeobachtung auf walderlebnisreichen Wanderrouten. Sie sind angeschlossen an viele Rad- und Wanderwege der Gemeinde Großenkneten und des Naturparks der Wildeshauser Geest.

Im Gebiet des Hegeler Waldes befinden sich die – zum Teil zerstörten – Überreste von Großgräbern (Großsteingrab Huntlosen) aus der Stein- und Bronzezeit. Sie sind für Interessierte westlich der Straße Zum Döhler Wehe zu finden.

Kartenausschnitt: WegeHegelerWald pp (vergrößert)

Der Hegeler Wald ist erreichbar: über zwei Wanderparkplätze an der Hegeler-Wald-Straße, K 337, Huntlosen, ein Wanderparkplatz an der Straße Zum Döhler Wehe.

Rastmöglichkeit: überdachter Sitzplatz am Wanderparkplatz, Hegeler-Wald–Straße und Sitzgruppe an der Straße Zum Döhler Wehe.

Hegeler Wald Denkmal (A.Zech)

Schutzhütte und Gedenkstein an der Hegeler Straße

Gedenkstein der ehemaligen Revierförsterei Huntlosen

Waldfläche `HOOP 

Naturdenkmal, ND Nr. 735, Landkreis Oldenburg;

Größe: 4,5 ha; Eigentümer seit 2014: Gemeinde Wardenburg;

Der `Hoop´ ist ein 4,5 ha großes, flächenhaftes Naturdenkmal, das seit Dezember 2014 aus naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen sowie wegen Seltenheit, Eigenart und Schönheit vom Landkreis Oldenburg ausgewiesen wurde. Eigentümer ist die Gemeinde Wardenburg, die im Jahre 2014 die ehemalige Staatsforstfläche von den Niedersächsischen Landesforsten erwarb.

Der `Hoop´ ist ein Rest eines ehemaligen Gemeindewaldes auf Geschiebelehmen, deren Entstehung weit in die Vorzeit hineinreichen dürfte. Er ist ein Rest eines ehemaligen, viel größeren, historischen Harberwaldes (Karte Lecoq 1805 als Wald dargestellt), der im Mittelalter große Teile des lehmig-sandigen Höhenzuges links der Lethe bedeckte und als `Herberger Wold´ bezeichnet wurde. Nach dem Namen dieses Waldes wurde die damals im Osten gelegenen Ortschaft `Herbergen´ genannt, die man im Volksmund später Harbern bezeichnete. In der Neuzeit nannte man diese Ortschaft dann in Oberlethe um und es entfiel die historische Namensgebung.

Im Oktober 1934 wurde vom Siedlungsamt Oldenburg vorgeschlagen, die neuen Moorkolonien in der Gemeinde Wardenburg den Namen Harbern zu geben. Begründet wurde dies unter anderem mit der mittelalterlichen Bezeichnung für die Ortschaften Westerholt, Achternholt und Oberlethe., die damals zusammen Herbergen oder im Volksmund später Habern genannt wurden. Der Name der Ortschaft `Habern´ und die Straßenbezeichnung `Herbergen´ sind heute die einzigen Begriffe, die an den größten zusammenhängenden Harberwald erinnern.

Im Gebiet der heutigen Bauernschaften Westerholt, Achternholt und Oberlethe lag der zusammenhängende Harberwald und umfasste eine Größe von ca. 290 Hektar. In diesem Gebiet liegt auch der heutige Oberlether Fuhrenkamp, der wieder aufgeforstet worden ist.

Die vorwiegend mit einem dichtem Eichenbestand bestockten Waldflächen wurden zurSchweinemast (Hutewald), zur Holzgewinnung und das Laub für Einstreu genutzt. Am Ende des 17. Jahrhunderts war das Holz auf den kaum nachgepflanzten Flächen zum Bau von Befestigungsanlagen der Stadt Oldenburg, von zahlreichen Gebäuden und Brücken so verbraucht, dass Teilflächen des Harberwaldes an Hofstellen für Weide und Ackerland verteilt und so umgenutzt wurden.

Das heute als `Hoop´ bezeichnete Waldgebiet ist ein von Buchen und Eichen geprägter Altholzbestand mit zahlreichen Ilexbüschen (Stechhülse) im Unterholz. Er wird stellenweise umgeben von einer gut erhaltenen Wallhecke mit Altbäumen. Die alten Wallkörper zeugen noch heute von historischen „viehkehrenden“ Grenzmarken aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Bezeichnung `Hoop´ kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet „Haufen“. Er ist der kleinste der Wardenburger Forsten und ein kleiner Rest des ehemaligen Haberwaldes; vielleicht verdankt er diesem Umstand seinen Namen.

Aus naturschutzfachlicher Sicht liegt die besondere Bedeutung des Hoops in dem vorhandenen alten Baumbestand mit mehr als 250 Jahre alten Eichen. und den daran gebundenen Vogel- und Fledermausarten in seiner jetzigen Ausprägung als Buchen-Eichenwald und Eichen-Hainbuchenwald sowie der umgrenzenden Wallhecke mit altem Baumbestand. Kennzeichnet sind Horst- und Stammhöhlenbäume, abgebrochene Baumstümpfe, Totbäume, liegengebliebenes Bruch- und Totholz, Stubben und Reisig, die bewusst liegengelassen werden und für viele Waldbewohner insbesondere, Vogel- und Fledermausarten Nahrungs- und Lebensraum bieten.

Schutzzweck ist der langfristige Erhalt als kulturhistorisch alter Waldstandort, auf denen seit Jahrhunderten kein stärkerer Holzeinschlag oder Ackerbau stattgefunden hat und in dem sich zukünftig ein Naturwald entwickeln darf.

Erreichbar: über die Straße: Am Rosengarten, Zum Hoop, Am Busch in Wardenburg-Oberlethe.

Rad und Wanderwege

Auf vielen vom Hauptverkehr abgewandten Wegen kann man den Hoop erreichen.

Der Rundwanderweg „Durchs Lethetal“ (in: 20 Wandertipps in der Wildeshauser Geest) führt von Wardenburg auf der Straße Am Rosengarten und Zum Hoop an der Waldfläche und an der Schutzhütte vorbei. An der `Lethe´entlang wird der Ausgangspunkt in Wardenburg wieder erreicht.

Rastmöglichkeit:

Schutz- und Grillhütte: an der Straße `Zum Hoop`, Ansprechpartner ist der Bürgerverein Oberlethe (Foto: S.Eilers)

 

 

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen

Klicke hier, um Ihren eigenen Text einzufügen